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Auf der Walz: Valentin bei uns zu Gast

9. Oktober 2025

Valentin ist 26 Jahre alt, gelernter Zweiradmechatroniker und kommt ursprünglich aus Freiburg. Seit einem Jahr ist er nun auf der traditionellen Walz (Wanderschaft), bei der Handwerker/innen durch die Welt ziehen, um neue Erfahrungen zu sammeln. Wir haben ihn zu einem Interview eingeladen.

Warum bist du auf die Walz gegangen?
Ein Kumpel hat mir davon erzählt und mich inspiriert. Außerdem habe ich ein Video von einem Fahrradmechatroniker gesehen, der ebenfalls von seiner Wanderschaft berichtete – er arbeitet übrigens bei Hase Bikes. Das hat mich endgültig überzeugt.

Wie lange bist du schon unterwegs und wie lange möchtest du noch bleiben?

Traditionell reisen wir drei Jahre und einen Tag. Ich bin jetzt seit einem Jahr auf der Walz und noch mindestens zwei weitere Jahre unterwegs. Wie lange es wirklich wird, weiß ich noch nicht.

Was nimmst du für dich aus der Walz mit?

Es lohnt sich definitiv. Ich sammle viele wertvolle Erkenntnisse und lerne mich selbst besser kennen. Jede Entscheidung liegt bei einem selbst – das macht die Erfahrung so wertvoll. Ich finde, dass eigentlich jeder Beruf von der Walz profitieren könnte.

Welche Regeln musst du auf deiner Reise einhalten?
Es gibt einige feste Regeln:

  • Kein Geld für Reisen oder Transport ausgeben – dadurch wird man gezwungen, viel zu kommunizieren.
  • Kein Geld für Unterkünfte ausgeben.
  • Ohne Handy und Laptop reisen.
  • Die traditionelle Kluft in der Öffentlichkeit tragen – der Hut ist zum Beispiel ein Symbol für Freiheit.
  • Mindestens 50 Kilometer Abstand vom Zuhause halten – den sogenannten Bannkreis. Das alles ermöglicht einem, die Komfortzone zu verlassen und neue Menschen kennenzulernen.

Was arbeitest du bei SON?
Ich bin aktuell bei SON als Laufradbauer tätig. Ich speiche Laufräder ein und zentriere sie.

Wie bist du eigentlich zu SON gekommen?
Ich war gerade in Tübingen und bin spontan bei SON vorbeigekommen. Ich wurde sehr herzlich empfangen und durfte gleich eine mehrstündige Tour durch das Unternehmen machen.

Was gefällt dir an der Arbeit bei SON besonders?
Den Beruf des Laufradbauers gibt es nicht mehr so oft. Bei SON arbeite ich für Kunden, die sich ganz bewusst für ein Laufrad entscheiden und sich in der Branche gut auskennen. Es macht mir Spaß, hochwertige Laufräder zu bauen, das ist für mich eine Vertiefung meines Handwerks.

Wie geht deine Reise weiter?
Als Nächstes organisiere ich ein Metalltreffen in der Nähe von Berlin, bei dem wir verschiedene Workshops für andere reisende Metallhandwerker/innen anbieten. Außerdem möchte ich noch nach Italien, Frankreich und Tschechien reisen, um die Sprachen zu vertiefen und in einem Fahrradladen oder bei einem Fahrradhersteller zu arbeiten.

Valentin, vielen Dank für das Interview! Wir wünschen dir viel Erfolg auf deiner weiteren Reise – und vielleicht bis bald!

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