SON = Schmidts Original NabendynamoSON = Schmidts Original Nabendynamo

Chronik

25 Jahre Schmidt Maschinenbau

25.6.1987 Wilfried Schmidt meldet ein Gewerbe in der Garage der Eltern in Thalfingen bei Ulm an.
1987 – 91 Entwicklung und Bau von Maschinen zur Herstellung von Klarinettenblättern neben dem Maschinenbau-Studium an der Uni Stuttgart.
1990 Neben Studium und Klarinettenblattbau: Ein Getriebenabendynamo wird entwickelt. Ein nach StVZO zulassungsfähiger Prototyp wird auf der IFMA (Internationale Fahrrad- und Motorradausstellung) in Köln präsentiert.
1991 BKM 4 Diplomarbeit über Getriebe-Nabendynamos. Anmietung eigener Werkstatträume in Ulm. Weiterentwicklung der Blattschleifmaschine. Die 'BKM 4', die bis heute gebaut wird, ermöglicht erstmalig alle Arbeitsgänge zur Herstellung von Klarinettenblättern mit einem Gerät: In den folgenden Jahren werden bis zu 50 Maschinen pro Jahr gebaut und an Profi-Klarinettisten in Deutschland und Österreich verkauft.
1992 Entwicklung eines neuen, getriebelosen Nabendynamos. Die aus kleinen konventionellen Metallbearbeitungsmaschinen ausgerüstete Metallwerkstatt und ein selbst gebauter Prüfstand sind wichtigste Hilfsmittel. Anmeldung zum Patent und Präsentation auf der IFMA im Oktober. Geplant ist eine eigene Produktion in kleinen Stückzahlen. "Der Nabendynamo" stößt auf großes Interesse, auch weil gleichzeitig der Schweizer Speichenhersteller DT eine revolutionäre Lichtanlage mit (Getriebe-)Nabendynamo vorstellt.
1993 Abschluss eines Lizenzvertrags mit dem Fahrradteile-Produzenten UNION Fröndenberg. Weiterentwicklung und Zulieferung von Einzelteilen für UNION.
1994 Markteinführung des UNION-Nabendynamos 'Wing', noch vor dem Serienstart des DT-Dynamos. Wegen vieler Kinderkrankheiten gibt es bei beiden Herstellern zahlreiche Rückläufer. Im Herbst Konkurs von UNION und anschließend Übernahme durch den dänischen Konzern Incentive. Weiterentwicklung des Nabendynamos bei Schmidt mit Ziel einer eigenen Produktion.
1995 SON 95 Vorstellung von "Schmidts Original Nabendynamo" auf der Intercycle in Köln und Produktionsstart in Ulm.
Als Zubehör gibt's einen Scheinwerfer 'Lumotec' von Busch und Müller, den Schmidt mit Schalter und Koaxialkabel ausrüstet. Parallel dazu Lizenzvergabe an Incentive/ Marwi zur Weiterproduktion des WING.
Am Jahresende Umzug in einen Altbau im französischen Viertel in Tübingen (ehemalige Hindenburgkaserne). Dort ist ein Werkstatt-Neubau innerhalb der privaten Bauherren-Gemeinschaft "Projekt 14" geplant.
1996 Andreas Oehler am Pruefstand Im ersten vollen Produktionsjahr werden ca. 1000 Stück 'Schmidts Original Nabendynamo', abgekürzt 'SON', gebaut. Der 'SON 28' bekommt das deutsche Prüfzeichen (K-Nummer) für Laufradgröße 26" bis 28". Hauptabnehmer sind kleine qualitätsbewusste Fahrradläden in Deutschland.
1997 Erster Vollzeit-Mitarbeiter in der Dynamoproduktion: Dipl. Ing. und ADFCler Andreas Oehler. Endlich ist Kapazität da zum Bau eines rationelleren Dynamo-Prüfstands.
1998 Die eigenen Werkstatträume im Projekt 14 sind fertig und können bezogen werden. Und sind fast schon wieder zu klein. Denn Marwi hat die Lizenzfertigung eingestellt und die SON-Produktion ist auf 3000 Stück/Jahr angewachsen. Es gibt schon einige Varianten, darunter ein 'SON 20' für kleine Laufräder bis 20".
Immer öfter kommen SONs zurück, bei denen Wasser in das eigentlich gut abgedichtete Gehäuse gedrungen ist. Solche Reparaturfälle verursachen einen hohen Aufwand. Darum wird eine neue Gehäuse-Bauform entwickelt: kleiner und mit aufschraubbarem Deckel.
1999 Umstellung des 20-Zoll-Nabendynamo auf das neue Gehäuse. Das Wettbewerbsprodukt von DT (inzwischen auf Firma Bisy in Deutschland übergegangen) wird eingestellt. Bisy verkauft an Schmidt die Restbestände der dazugehörigen, exzellenten Scheinwerfer Optiken. Geplant ist, mit diesen hochwertige eigene Schalterscheinwerfer zu bauen.
2000 SON 28 klassik Schmidt stellt auch den 26"-28"-SON um. Jetzt sind alle Typen aufschraubbar und dadurch leichter reparierbar. Damit ist das Wasser-Eindring-Problem entschärft, nicht wirklich gelöst.
Shimano bietet mit dem HB-NX 30 einen Billig-Nabendynamo für den Massenmarkt an. Neue Konkurrenz, aber auch Belebung des Markts. Infolge baut Busch und Müller eigene Schalterscheinwerfer, z.B. den 'Lumotec oval senso' (mit automatischer Einschaltung durch Hell-Dunkel-Sensor). Eine nützliche Ergänzung auch zum SON.
2001 Der SON hat sich inzwischen als langlebiges, zuverlässiges Produkt einen Namen gemacht. SONs für Scheibenbremse werden immer häufiger nachgefragt. Nur mit Mühe schafft es die noch kleine Belegschaft der kontinuierlich steigenden Nachfrage hinterher zu kommen. Die Entwicklung des eigenen Scheinwerfers kommt nur langsam voran.
2002 AWS-Schlauch Neu angemietete Räume am Anfang der Aixer Straße bringen mehr Platz für die Dynamo- und Scheinwerfermontage. Endlich geht der 'E6', der "Edelscheinwerfer" mit DT/Bisy-Reflektor in Serie. Ein ungewöhnlich großer und teurer Scheinwerfer.
Die wichtigste Verbesserung in der SON-Geschichte: Das Druckausgleichssystem, das ein Eindringen von Wasser infolge von Temperaturunterschieden verhindern soll, hat sich im Praxistest bewährt und wird jetzt in alle SONs eingebaut.
2003 E6 Der E6 entwickelt sich trotz seines hohen Preises und entgegen den Erwartungen zum verkaufsstärksten Scheinwerfer im Sortiment (neben den weiterhin umgerüsteten Lumotec und Lumotec oval).
Baubeginn neuer Werkstatträume direkt gegenüber der alten Werkstatt (private Baugemeinschaft "FahrRad" mit 250 m² EG und 120 m² UG.
2004 SON XS Schmidt startet den 'SON XS', der weltweit erste Nabendynamo, der in die schmalen Gabeln von Falträdern passt. Wegen seines geringen Gewichts von knapp 400 Gramm geht er bald in großen Stückzahlen an den Faltrad-Hersteller Brompton.
2005 SON XS-M Die Dynamofertigung kann in die neue Werkstatt umziehen. Jetzt ist auch Platz für die erste eigene CNC-Drehmaschine. Der Leichtbau-Dynamo SON XS wird als 'XS-100' auch mit normal langer Achse angeboten (Zielgruppe: Rennradfahrer).
2006 Mit dem 'SON-XS-M' wird der erste wirkliche Exot gebaut: Ein Nabendynamo mit einseitigem Achsstummel für das neue Liegedreirad 'Scorpion' von HP Velotechnik.
2007 SON 20 R Start des ersten Nabendynamos mit im Durchmesser reduziertem, in der Mitte kugeligem Gehäuse: Der 'SON 20 R'.
Im Herbst stellt Busch und Müller einen stark verbesserten LED- Scheinwerfer vor, den 'Lumotec fly IQ', der bezüglich Lichtmenge und Lichtverteilung alle bisherigen Dynamoscheinwerfer, auch den E6, deutlich übertrifft. Infolgedessen gehen die E6-Umsätze bei Schmidt drastisch zurück.
2008 Edelux

Schmidt entwickelt den LED-Scheinwerfer 'Edelux'. Gehäusebauart und Schalter entsprechen dem E6, Spiegel und Elektronik stammen vom fly IQ von Busch und Müller. Eine verbesserte Kühlung der LED sowie das Frontglas steigern die Lichtausbeute nochmals fast um den Faktor 2! Diese Verbesserungen sind so überzeugend, dass nach Produktionsstart des Edelux die Warteliste schnell auf über 2000 Stück anschwillt: Jeder SON-Fan will möglichst schnell einen Edelux haben.
Auf der IFMA verleiht der VSF den Firmen Schmidt Maschinenbau, Shimano und Busch & Müller das "Goldene Ritzel" für die Lösung des Fahrradbeleuchtungs-Problems.
2009 Mit enormer Anstrengung können die inzwischen fast 30 MitarbeiterInnen die Edelux-Produktion so weit steigern, dass die Wartezeiten zurückgehen. Erst am Jahresende kann man ab Lager liefern. Durch den Edelux gewinnt der SON 20 R an Bedeutung: 20 R und Edelux erzeugen auch bei langsamer Fahrt mehr Licht als ein (stärkerer) Standard-Nabendynamo mit dem besten Halogenscheinwerfer.
2010 SL Das überzeugt auch die Zulassungsbehörden: Der SON 20 R (der jetzt 'SONdelux' heißt) erhält zusammen mit dem Edelux eine Systemzulassung, die auch für große Raddurchmesser gilt. Der kleine, leichte SONdelux wird jetzt zusammen mit dem Edelux immer mehr zur Standard-"SON-Lichtanlage".
Die schon zu Ur-SON-Zeiten entwickelte und auf der Eurobike 2009 vorgestellte Idee des steckerlosen Nabendynamos ('SONdelux SL') findet langsam Anklang: Velotraum bietet als erster Serienräder mit SON-SL an.
2011 SON 28 Licht allein genügt nicht. Immer mehr Fahrradfahrer wollen den Nabendynamo zum Aufladen ihrer unverzichtbaren Mobilgeräte nutzen. Spezielle Ladeadapter für Navi und Handy werden von mehreren Herstellern angeboten. Da ist der bei langsamer Fahrt stärkere SON 28 zu empfehlen. Also muss auch der SON 28 auf die kleinere, leichtere Bauart umgestellt werden. Auf der Eurobike 2011 wird der neue SON 28 in vielen verschiedenen Varianten vorgestellt. Gegenüber dem seit nunmehr 12 Jahren gebauten Modell (das in 'SON 28 klassik' umbenannt wird) ist er deutlich leichter und noch ein bisschen leichtgängiger. Damit ist fast die ganze Modellpalette überarbeitet.
2012 Im Sommer feierte Wilfried Schmidt Maschinenbau das 25-jährige Firmenjubiläum.