Wie soll ein Fahrradscheinwerfer leuchten?

Für den Vergleich von Lichtverteilungen wird oft an eine Wand geleuchtet und so das Lichtbild beurteilt. Entscheidend ist aber wie das Licht auf der Straße aussieht. Der Vergleich hier zeigt, welche Lichtverteilung optimal ist.

  • 1

    gleichmäßig

  • 2

    rotationssymmetrisch

  • 3

    rotationssymmetrisch (hoch eingestellt)

  • 4

    geschichtet

Schlechte Sicht in der Ferne
Ein Scheinwerfer ohne fokussierende Optik beleuchtet eine Wandfläche, die senkrecht zur Leuchtrichtung steht, gleichmäßig hell. Auf den Boden gerichtet ist der Lichtfleck in der Nähe sehr hell, in die Ferne wird er (mit dem Abstand im Quadrat) dunkler. Das Auge stellt sich auf das zu helle Nahfeld ein. In die Ferne sieht man sehr schlecht.

Schlechte Sicht in der Ferne

Viele Fahrradscheinwerfer haben rotationssymetrische Optiken, wie an Taschenlampen. In der Wandprojektion ist der hellste Punkt in der Mitte. Auf den Boden gerichtet ist der Lichtfleck in der Nähe sehr hell, in der Ferne wird das Licht schnell dunkler und ist kaum zu sehen.

Achtung Blendgefahr

Um weiter zu sehen werden Scheinwerfer mit rotationssymetrischer Optik oft sehr hoch eingestellt. Dann ist das Lichtbild zwar deutlich gleichmäßiger, das nach oben abgestrahlte Licht geht aber verloren. Entgegenkommende Verkehrsteilnehmer werden geblendet!

Optimale Ausleuchtung

Der optimale Lichtkegel ist geschichtet und hat in der Wandprojektion an der Oberkante einen sehr hellen Streifen (hohe lux-Werte) mit scharfer Hell-Dunkel-Grenze und wird nach unten kontinuierlich dunkler. Richtig eingestellt erzeugt ein solcher Scheinwerfer eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung, mit der eine weite Sicht möglicht ist.

Lumen oder Lux?

Zahlen zählen. Aber welche? Lumen-Werte geben die Gesamtmenge des erzeugten oder austretenden Lichts an, den sogenannten Lichtstrom. Der ist schwierig mess- und nachprüfbar. Viele Hersteller geben völlig unrealistische Werte an. Außerdem bleibt völlig unberücksichtigt, wohin das Licht leuchtet.

Wir bevorzugen die Angabe der Helligkeit des hellsten Strahls, normgemäß gemessen als Beleuchtungsstärke (auftretender Lichtstrom pro Fläche) in 10 m Entfernung. Dieser lux-Wert ist leicht messbar, sagt jedoch nichts über die Größe der beleuchteten Fläche.

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